Gedichte

Gedichte sind für mich Ausdruck unserer Seele. Sie können uns im Herz berühren, da wo andere Worte versagen. Gedichte will ich am Liebsten vorlesen. Bis dahin, hier ein Auszug aus meinem Gedichtband zur Kraft der Stille:

 

Stille deine Kraft!

Stille, komm auf leisen Pfoten mich berühren,
dort, wo tiefste Sehnsucht lebt in meinem Herzen.
Durchqueren will ich die Wälder meiner Schmerzen,
um auf einer Lichtung deine Kraft zu spüren.

Schweigen komm herbei auf meine flehende Bitte,
bring' Leben an den leeren Ort in meiner Mitte,
wo sich bislang der Wüste Kinder amüsierten –
Felsen – die meines Herzens leeres Flussbett zierten!

Welch magische Entdeckung, oh Wunder der Natur
wie sich tief das Leben selber, frei von Zeit und Uhr,
in der Stille mütterlicher Brust wohl nährt
mir so seine Wurzeln schlägt, es pulst, es währt!

Nur Schweigen reicht um diese Welt Dir zu beschreiben.
Die Stille ist geweiht dem ew'gen Leben.
Kommt sie mit leisen Schritten will ich mutig bleiben,
mag mir mein Herz vor Freud' und Angst ruhig beben.

Der Seele Wasser, die seit jeher durch mein Leben fließen,
ich kann es fühlen – sie waren niemals fort!,
strömen nun herbei, meiner Freude Pflänzchen gut zu gießen,
bringen Leben an den tot geglaubten Ort.

Herz, sei still, hör auf zu schlagen,
flieg hinfort auf leichten Schwingen,
meine Freiheit will ich wagen,
lauschen meiner Seele Singen.

Das will ich Leben nennen, lachen, schreien
und all die dürren Jahre mir verzeihen.
Nirgendwo ist Frühling schöner auf der weiten Welt
denn wenn in lauter Wüste – der Stille Regen fällt!